Restaurant „Marjan“ seit 1981 am Hansaviertel in Berlin- Moabit

Die Bundesrepublik hatte ab 1955 sogenannte Anwerbe-Abkommen mit Italien, Spanien, Griechenland, Türkei, Portugal und ab 1968 auch mit Jugoslawien geschlossen. Sogenannte Gastarbeiter spielten für den wirtschaftlichen Aufschwung eine wichtige Rolle. Sie brachten aber auch unter anderem ihre kulturellen Eigenschaften beim Essen und Trinken mit. Viele fanden ihr Glück in der Gastronomie und verwöhnen noch heute ihre Gäste.

Wer Appetit auf kroatische Küche hat, muss aber heutzutage schon etwas länger suchen! In einem Bogen der Bahn am Bahnhof Bellevue befindet sich seit 1981 das Kroatische Restaurant „Marjan“. Bis Ende 1989 gab es in östlicher Gleis- Richtung nur noch den Lehrter Bahnhof, dem heutigen Berliner Hauptbahnhof und danach war der S-Bahnfahrgast schon in der DDR am damaligen Grenzübergang Bahnhof Friedrichstraße. Seit 1992 betreibt erfolgreich schon seit 30 Jahren der Kroate Petar Vujcic mit seiner Frau, welche in der Küche die Verantwortung trägt, das Restaurant „Marjan“.

Der Name des Restaurants hat seinen Ursprung vom Stadtberg Marjan, welcher sich vor den Toren der westlich Altstadt von Split in Kroatien befindet und für Erholung bekannt ist. Genuss und wohlige Erholung findet man aber auch im Berliner Restaurant „Marjan“. In den Jahren 2019 bis 2021 wurde während des laufenden Betriebes und dann auch in der Lockdown- Zeit komplett umgebaut. Verschwunden sind die typischen 80er Jahre mit Trennwänden umrandeten Sitzbänke. Seit 2021 erstrahlen die Räumlichkeiten in frischem gemütlichem und modernen Glanz aber trotzdem nicht puristisch.

Die umfangreiche Speisenkarte bietet typische Gerichte aus der Kroatischen Küche vom Holzkohlegrill oder aus Topf und Pfanne, zubereitet in hoher Qualität. Wie auf der Karte so bezeichnet, werden auch Internationale Gerichte serviert, unter anderem die Berliner Currywurst und das typische Berliner Eisbein. Zum letzteren wird Sauerkraut und Erbspüree gereicht, welches hier aus grünen Erbsen zubereitet wird. Der Berliner kennt es aber aus getrockneten, eingeweichten und lange gekocht. Diese hier sehen aber optisch schmackhafter grün aus und sind auch energiesparender zubereitet worden. Eine modernere Interpretation, welche man unbedingt probieren sollte, wenn einem nach Eisbein der Sinn stehen sollte.

Seit Corona gibt es auch einen Lieferservice im Umkreis von bis zu 3 Kilometern und einem Mindestbestellwert von 20 Euro. Dieser wird sehr gut angenommen und stellt sich nach der schwierigen Zeit als Umsatzsteigernd dar.

Auf der Sommerterrasse, im Gastraum und im größeren Nebenraum findet jeder sein „Plätzchen“ um zu genießen.  Das freundliche Personal trägt zur Erholung im frischen Ambiente vieles bei.

Flensburger Straße,
Ecke Bartningallee
Stadtbahnbogen 411
10557 Berlin

https://marjan-grill.de/