Ein Name, der in Berlin Geschichte geschrieben hat, ist zurück: Rogacki feiert sein Pre-Opening in der Markthalle Neun. Fisch, Feinkost und Berliner Klassiker treffen auf neue Ideen und auf den Plan, die traditionsreiche Marke bis 2028 neu aufzustellen.
Es gibt frischen Fisch, riecht nach warmem Essen und ein bisschen nach Berlin.
An der Theke stehen Austern, Lachs, Matjes und Backfisch. Dazu Kartoffelsalat, ein Glas Wein und Menschen, die sich offenbar freuen, diesen Namen wieder auf einer Speisekarte zu sehen: Rogacki.

Nach der Insolvenz und dem Ende des traditionsreichen Hauses in der Wilmersdorfer Straße ist die Berliner Feinkost-Institution zurück. Nicht am alten Ort, sondern zunächst in der Markthalle Neun in Kreuzberg.
Und schon beim Pre-Opening wird deutlich: Rogacki möchte nicht einfach zurück in die Vergangenheit.
Ein Stück Berliner Esskultur
Rogacki wurde 1928 als Aal- und Fischräucherei gegründet. Wenige Jahre später zog das Unternehmen nach Charlottenburg und wurde dort zu einer festen Größe der Berliner Gastronomie.
Über Generationen gehörten Fisch und Feinkost ebenso zur Marke wie die unkomplizierte Art, dort zu essen und einzukaufen. Man kam wegen des Fischs – und blieb manchmal wegen der Atmosphäre.



Genau dieses Gefühl soll erhalten bleiben. Die Klassiker sind deshalb wieder da: Backfisch, Matjes, Lachs, Austern und natürlich Kartoffelsalat. Dazu kommen neue Kreationen wie die „Halben Eier“ und die „Berliner Schnitten“.
Das Prinzip ist einfach: Das Alte bleibt erkennbar, aber es darf sich weiterentwickeln.
Wer Rogacki heute neu denkt

Hinter dem Neustart stehen Daniel-Jan Girl und Jan Spielhagen.
Girl hat die Markenrechte an Rogacki sowie die überlieferten Rezepte übernommen und damit die Grundlage geschaffen, den Namen nach der Insolvenz weiterzuführen. Seine Verbindung zu Rogacki ist dabei auch persönlich: Er kennt das Haus seit seiner Kindheit.
Doch Nostalgie allein reicht nicht.Girl denkt Rogacki als Marke, die wieder wachsen soll. Nicht als Kopie des alten Geschäfts, sondern als zeitgemäße Interpretation dessen, was Rogacki immer ausgemacht hat: gute Produkte, Berliner Bodenständigkeit und unkomplizierter Genuss.

Das macht den Neustart interessant. Denn Rogacki soll nicht nur für diejenigen zurückkehren, die noch wissen, wie es früher in der Wilmersdorfer Straße war. Die Marke muss auch eine neue Generation erreichen.
Kreuzberg ist der Anfang
Die Markthalle Neun ist dafür ein ungewöhnlicher, aber passender erster Schritt.
Das alte Rogacki stand für Charlottenburg. Der neue Standort bringt die Marke mitten in eine jüngere Berliner Food-Szene. Hier treffen Erinnerungen auf Neugier.

Der Stammgast bestellt seinen Matjes, während der nächste Besucher vielleicht zum ersten Mal überhaupt Rogacki probiert. Genau diese Mischung könnte die Zukunft der Marke ausmachen. Denn gute Tradition funktioniert nur dann, wenn sie auch heute noch schmeckt.
Der große Plan: 2028
Der Pop-up-Standort ist allerdings nur der Auftakt. Rogacki soll wieder nach Charlottenburg kommen. Geplant ist zunächst ein kleinerer Standort. Danach soll der große Schritt folgen:
2028 feiert Rogacki sein 100-jähriges Bestehen und bis dahin soll wieder ein neues Stammhaus in Charlottenburg entstehen.
Die alte Adresse in der Wilmersdorfer Straße wird es nicht sein. Gesucht wird ein neuer Ort, an dem die Marke wieder dauerhaft zu Hause sein kann. Bis dahin soll Rogacki wachsen: mit weiteren gastronomischen Formaten, Produkten und dem eigenen Kochbuch.


Zwischen Tradition und Zukunft
Das Spannende an Rogacki ist deshalb nicht nur die Rückkehr eines bekannten Namens. Es ist die Frage, ob sich Berliner Esskultur neu erzählen lässt, ohne ihren Charakter zu verlieren. Rogacki hat dafür gute Voraussetzungen. Die Geschichte ist echt, die Rezepte sind überliefert und die Marke hat einen Klang, den viele Berliner sofort mit Genuss verbinden.
Aber am Ende entscheidet nicht die Vergangenheit. Es entscheidet der Teller.
Der Fisch muss frisch sein, der Backfisch knusprig, der Kartoffelsalat so gut, dass man noch einen nimmt. Und an der Theke muss wieder dieses Gefühl entstehen, dass man hier richtig ist egal, ob man seit Jahrzehnten kommt oder gerade zum ersten Mal. Wenn das gelingt, braucht Rogacki keine Kopie des alten Hauses zu werden. Dann kann aus einem Stück Berliner Geschichte wieder etwas werden, das ganz selbstverständlich zur Gegenwart gehört.
Rogacki ist zurück. Und diesmal soll aus Tradition Zukunft werden.
Bericht und Bilder: Klaus-Dieter Richter
Rogacki – auf einen Blick
Rogacki
Fisch, Feinkost und Berliner Küche
Aktueller Standort:
Eisenbahnstraße 42/43
10997 Berlin-Kreuzberg
Internet:
www.rogacki.berlin
Kontakt:
https://www.rogacki.berlin/kontakt?utm_source=chatgpt.com
Instagram:
https://www.instagram.com/rogacki.berlin/?utm_source=chatgpt.com
Betreibergesellschaft:
Rogacki Deutschland Holding GmbH
Fasanenstraße 85
10623 Berlin
Geschäftsführung:
Daniel-Jan Girl
Pre-Opening:
Oktober 2026
Bidergalerie:






Einige Markthalle Neun- Impressionen:
















