Auf dem ehemaligen Militärübungsplatz in Elstal bei Berlin werden keine Panzer mehr fahren, denn seit 2014 werden Erdbeeren und viele andere interessante Produkte verkauft. Das Areal der ehemaligen Löwen-Adler-Kaserne liegt gegenüber dem olympischen Dorf von 1936. Der zweiteilige Komplex wurde 1935/36 erbaut. Bis zur Wiedervereinigung war dort nach dem Krieg das russische Militär untergebracht. Im Jahr 2014 wurde der Erdbeerhof eröffnet unter dem Motto „Erdbeeren für oder statt Panzer“!

Karls Geschichte begann vor fast 100 Jahren als Karl Dahl im Norden Mecklenburgs einen Gemüsehof kaufte, fuhr er mit einem Pferdefuhrwerk auf die Wochenmärkte, um seine Produkte bis nach Rostock zu verkaufen. Nach dem
Krieg floh die Familie nach Ostholstein, wo er einen neuen Hofbetrieb gründete. Zeitnah eröffnete die Firma Schwartau in unmittelbarer Nähe eine Marmeladenfabrik. Somit wurde aus dem Hof ein Erdbeeranbaugebiet, denn der Bedarf der Firma Schwartau musste mit Qualität gedeckt werden. Nach der Wende wollte die Familie Dahl den Hof in Mecklenburg wieder zum Leben erwecken. 1992 eröffneten sie den Erdbeeranbaubetrieb in Rövershagen bei Rostock.
Heute zählen die Karls Betriebe in der Dritten Generation mit ihren über  250 Attraktionen und Hotels zu Deutschlands beliebtesten Familienausflugszielen. Die Betriebe haben bei freiem Eintritt 365 Tage im Jahr geöffnet. Dazu zählen der Hof in Rövershagen, Zirkow auf Rügen, Koserow auf Usedom, Warnsdorf bei Lübeck, das Rittergut in Loburg, Pier 7 in Warnemünde sowie der Standort in Elstal bei Berlin, der einzige Freizeitpark in der Region Berlin – Brandenburg.
Verstärkt wird seit vielen Jahren bei Karls auf Nachhaltigkeit geachtet: Keine Plastikbestecke, Halme und weitere Sachen kommen in und aus diesen Betrieben. Der Umweltaspekt ist den Eigentümern und Mitarbeitern auch bei den verwendeten Baumaterialien ein sehr wichtiges Anliegen.
In Elstal bei Berlin wurden für die Erweiterung 50 ha des ehemaligen Militärgeländes erworben. Über den Kaufpreis ist nichts bekannt aber es soll nicht „billig“ gewesen sein, so die Dahls. Geplant ist eine  geschätzte Gesamtinvestition von 100 Millionen Euro für die neue Bebauung. Baubeginn soll 2020 sein. Man hofft, dass die Fertigstellung bis 2021 zum 100 jährigen Familienjubiläum gelingt. „Steine“ in diesen Zeitplan könnten, wie auch in anderen Bereichen, behördliche Bedenken und deren „Ideen“ sein.

Entstehen sollen zwischen dem westlichen Berliner Ring, dem Designer Outlet Center, Potsdam und der Hauptstadt Berlin, Ferienhäuser in vielfältiger Stil- und Bauweise, sowie ein Erdbeerhotel mit dem Namen  „Mize Schindler“. Der Professor Otto Schindler, ein Botaniker aus Dresden züchtete eine Erdbeersorte, welche heute noch angebaut wird, die er nach seiner Frau „Mieze“, ein Kosename für Maria, benannte.
Geplant sind insgesamt 400 Betten für die Hauptzielgruppe Familien mit Kindern aber auch Touristen, welche die benachbarte Hauptstadt Berlin oder die Landeshauptstadt Potsdam besuchen. Radfahrer seien genauso willkommen wie Geschäftsreisende, welche nach einem arbeitsreichen Tag  Erholung suchen.
Entstehen sollen künstliche Wasserlandschaften, diverse Manufakturen, eine Brauerei, dörfliche Erlebnisbereiche mit Attraktionen wie einem Spielstall aber auch Erlebnisgastronomie mit landestypischen Spezialitäten. Entlang der 400 Meter langen Erdbeerpromenade sollen die Gäste vorbei an kleinen Läden spazieren, in denen Handwerksfamilien ihre Produkte präsentieren. In einer Badescheune können sie Wellnessangebote nutzen, im Sommer im Badesee mit Ostsee-Sandstrand schwimmen. Shoppen, Spaß haben, Schlafen und Erholung sind in einem freundlichen Ambiente geplant. Dieses Resort wird wohl lange Zeit ein Alleinstellungsmerkmal in der Region Berlin – Brandenburg haben!

Der Erdbeerhof ist verkehrsgünstig zu erreichen. Er befindet sich an der B1/B5 Ausfahrt zum olympischen Dorf in Elstal. Unweit davon befindet sich das Designer Outlet Center und die Autobahnabfahrt Berlin – Spandau/ Nauen.

Weitere Informationen: https://www.karls.de/elstal.html

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