Goldener Rollstuhl für das Lausitzer Seenland – wenn Barrierefreiheit zur Stärke einer ganzen Region wird

Das Lausitzer Seenland hat erneut bewiesen, dass Barrierefreiheit kein Zusatzangebot, sondern ein zentraler Qualitätsfaktor moderner Reiseziele ist. Am 23. Januar 2026 wurde die Region auf der Reisemesse CMT in Stuttgart mit dem renommierten Preis „Goldener Rollstuhl“ ausgezeichnet. Damit würdigt die Jury herausragende barrierefreie Reiseangebote in Deutschland und das Lausitzer Seenland erhält diese Auszeichnung bereits zum zweiten Mal nach 2019.

Der Preis ist mehr als eine Ehrung für einzelne Projekte. Er steht für eine langfristige Entwicklung, die das Lausitzer Seenland in den vergangenen Jahren konsequent verfolgt hat: den Aufbau einer Urlaubsregion, die für möglichst viele Menschen ohne Einschränkungen erlebbar ist.

Eine Entwicklung, die schon früher sichtbar war

Bereits im Juli 2025 habe ich mich auf meiner Internetseite ausführlich mit diesem Thema beschäftigt. In dem Beitrag:
👉 Barrierefreier Urlaub im Lausitzer Seenland für alle habe ich beschrieben, wie die Region zwischen Berlin und Dresden zu einem Ort geworden ist, an dem Freiheit, Natur und Erlebnisse für unterschiedlichste Bedürfnisse zusammenfinden. Schon damals zeigte sich, dass Barrierefreiheit im Lausitzer Seenland nicht nachträglich ergänzt wurde, sondern von Anfang an mitgedacht war, von breiten Wegen über zugängliche Unterkünfte bis hin zu inklusiven Freizeitangeboten.

Die Auszeichnung mit dem „Goldenen Rollstuhl“ im Jahr 2026 bestätigt nun eindrucksvoll, dass diese Entwicklung nicht nur eine Vision war, sondern Realität geworden ist.

Barrierefreiheit als Haltung – nicht als Sonderlösung

Das Lausitzer Seenland gilt heute als Modellregion für barrierefreien Tourismus. Die Jury des „Goldenen Rollstuhls“ würdigte insbesondere die transparente Information über Zugänglichkeit, die Vielfalt der Angebote und die Einbindung von Menschen mit Behinderungen in die Weiterentwicklung der Region.

Barrierefreiheit bedeutet hier nicht nur technische Lösungen, sondern eine Haltung: Urlaub soll für möglichst viele Menschen selbstverständlich funktionieren. Davon profitieren nicht nur Menschen mit Behinderungen, sondern auch Familien mit Kinderwagen, ältere Reisende oder Gäste mit temporären Einschränkungen. Genau diese Idee prägt das Lausitzer Seenland – und macht es zu einem Reiseziel, das Offenheit und Qualität miteinander verbindet.

Vom Tagebau zur inklusiven Urlaubslandschaft

Die Geschichte des Lausitzer Seenlandes ist zugleich eine Geschichte des Wandels. Wo einst Braunkohlebagger das Land prägten, ist eine neue Landschaft aus Seen, Wäldern, Stränden und Häfen entstanden. Diese Transformation hat nicht nur ökologische und touristische Bedeutung, sondern auch eine gesellschaftliche Dimension: Die Region wurde bewusst so gestaltet, dass sie für möglichst viele Menschen zugänglich ist.

Schon in meinem Artikel von 2025 habe ich beschrieben, wie Orte wie barrierefreie Strandzugänge, gut ausgebaute Wege, inklusive Freizeitangebote oder zugängliche Sehenswürdigkeiten zeigen, dass Teilhabe im Lausitzer Seenland keine Ausnahme ist, sondern Normalität.

Ein Preis mit Signalwirkung

Der „Goldene Rollstuhl“ ist daher nicht nur eine Auszeichnung für den Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V., sondern ein Signal an die gesamte Tourismusbranche. Barrierefreiheit ist kein Nischenthema, sondern ein Zukunftsthema. Regionen, die heute in inklusive Angebote investieren, schaffen nicht nur soziale Gerechtigkeit, sondern auch nachhaltige Qualität und Attraktivität.

Das Lausitzer Seenland zeigt, wie dieser Weg aussehen kann: konsequent, partnerschaftlich und mit einem klaren Blick auf die Bedürfnisse unterschiedlicher Gäste.

Fazit: Ein Reiseziel, das Maßstäbe setzt

Die erneute Auszeichnung mit dem „Goldenen Rollstuhl“ macht sichtbar, was viele Besucherinnen und Besucher längst erleben: Das Lausitzer Seenland ist mehr als eine schöne Landschaft. Es ist eine Region, die zeigt, wie moderner Tourismus funktionieren kann – offen, inklusiv und zukunftsorientiert.

Dass ich mich bereits im Juli 2025 intensiv mit dem Thema „Barrierefreier Urlaub im Lausitzer Seenland für alle“ beschäftigt habe, wirkt heute fast wie ein Blick in die Zukunft. Der Preis von 2026 bestätigt, dass diese Region ihren Weg nicht nur begonnen, sondern erfolgreich fortgesetzt hat – und damit bundesweit Maßstäbe setzt.

Eine Bilder-Auswahl aus dem Familienpark Großkoschen an teils

behindertengerechten Ferienhäusern,

Kontakt & Adressen – Barrierefreier Tourismus im Lausitzer Seenland

Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V.

Adresse:
Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V.
c/o Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg
Am Stadthafen 2
01968 Senftenberg

Telefon: +49 (0)3573 725 400
E-Mail: info@lausitzerseenland.de
Website: https://www.lausitzerseenland.de

Barrierefreie Informationen:
https://www.lausitzerseenland.de/de/service/barrierefrei.html

Netzwerk Barrierefrei im Lausitzer Seenland

Projektträger:
Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V.

Infos zum Projekt:
https://www.lausitzerseenland.de/de/service/barrierefrei/netzwerk-barrierefrei.html

Beispielhafte barrierefreie Anbieter & Orte im Lausitzer Seenland

Familienpark Großkoschen (barrierefreie Ferienanlage)

Adresse:
Familienpark Senftenberger See
Straße zur Südsee 1
01968 Senftenberg OT Großkoschen

Website: https://www.familienpark-grosskoschen.de

Besucherbergwerk F60 – „liegender Eiffelturm der Lausitz“

Adresse:
F60 Besucherbergwerk
Bergheider Straße 4
03238 Lichterfeld-Schacksdorf

Website: https://www.f60.de

Findlingspark Nochten

Adresse:
Findlingspark Nochten
Parkstraße 7
02943 Boxberg/O.L. OT Nochten

Website: https://www.findlingspark-nochten.de

Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg

Adresse:
Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg
Am Stadthafen 2
01968 Senftenberg

Website: https://www.zv-lsb.de

Bilder und Text: Klaus-Dieter Richter

außer 1 markiertes: ABS – Zentrum selbstbestimmt Leben e.V..

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