Idyllische Lage nahe dem Rahmersee
Das Gasthaus & Pension Rosché liegt im ruhigen Wandlitz, eingebettet in eine reizvolle Naturkulisse aus Wäldern und Seen nördlich von Berlin. Besonders hervorzuheben ist die unmittelbare Nähe zum Rahmersee, einem eher stillen, weniger frequentierten Gewässer, das vor allem bei Spaziergängern und Naturliebhabern geschätzt wird. Diese Lage macht das Haus seit jeher zu einem beliebten Ziel für Ausflügler, die Ruhe suchen und gleichzeitig gut erreichbar bleiben möchten.
Ein Haus mit Geschichte und regionaler Verwurzelung
Das Gasthaus steht in der Tradition klassischer brandenburgischer Landgasthöfe. Über viele Jahre hinweg diente es nicht nur als Restaurant, sondern auch als Herberge für Reisende. Solche Häuser sind oft eng mit der regionalen Entwicklung verbunden, einst Raststätte für Durchreisende, später Treffpunkt für Einheimische und Feriengäste. Auch hier spürt man diesen gewachsenen Charakter, der dem Ort eine gewisse Authentizität verleiht.


Die Pension – funktional und naturnah
Neben dem Restaurant gehört auch eine kleine Pension zum Haus. Sie richtet sich vor allem an Gäste, die einige Tage in der Region verbringen möchten, sei es für Naturerkundungen, Radtouren oder entspannte Wochenenden abseits der Großstadt. Die Unterkunft ist eher schlicht gehalten, erfüllt aber ihren Zweck und passt gut zur bodenständigen Ausrichtung des Hauses.
Rückblick: Positive Erfahrungen in den Jahren 2018 und 2019
Ich selbst war bereits 2018 und 2019 vor Ort und habe das Gasthaus damals in sehr guter Erinnerung behalten. Die Aufenthalte waren angenehm, das Essen überzeugend und der Service rund. Insgesamt entstand ein stimmiges Gesamtbild, das dem Anspruch eines traditionsreichen Gasthauses gerecht wurde.

Service: Licht und Schatten
Auch bei meinem aktuellen Besuch gab es positive Aspekte im Service. Die Service-Damen waren aufmerksam, freundlich und gut organisiert, man fühlte sich willkommen und gut betreut.
Allerdings zeigte sich beim offensichtlichen Schichtwechsel ein deutlicher Bruch: Der übernehmende Kellner wirkte wenig engagiert, eher distanziert und deutlich weniger zugänglich. Dieser Gegensatz fiel spürbar auf und trübte den zuvor positiven Eindruck im Service merklich.
Große Schnitzelkarte
Die Extraseite auf der Speisekarte mit 23 verschiedenen Schnitzelzubereitungen hatte mich interessiert. Vom Schnitzel „Wiener Art“ über „Melba“, „au four“ bis hin zum Schnitzel nach „Zigeuner Art“, Sie lesen richtig: Zigeuner Art, fiel mir die Auswahl schwer! Da ich vor Jahren diverse Schnitzel probiert hatte und begeistert gewesen bin, fiel meine Wahl nach dem Lesen der großen Karte auf ein Gericht von der Schnitzelseite, das „Harzer Schnitzel“.

Der Preis von Montag bis Freitag für die normale Größe beträgt 18,00 Euro, sonntags und feiertags kosten die gleichen Schnitzel 21,00 Euro! Angeboten werden die Schnitzel in verschiedenen Größen zu dann natürlich anderen Preisen. Das 300-g-Schnitzel wird angeboten für 21,50 Euro und das 400-g-Schnitzel für 25,15 Euro (wichtig die 15 Cent, hart kalkuliert!) an den Wochentagen. An Sonn- und Feiertagen kosten sie jeweils 24,50 Euro oder 28,15 Euro (wieder –,15 Cent!). Was hinzukommt, fast schon typisch für einige Gastronomen, denen eine Umstellung schwerfällt: Beilagenänderung wird mit 1,00 Euro berechnet. Ich möchte das nicht weiter kommentieren, aber nur erwähnen, dass ich dies von meinen damaligen Besuchen in den heutigen neuen Bundesländern kenne!
Kulinarische Enttäuschung beim aktuellen Besuch
Der größte Kritikpunkt lag jedoch beim Essen. Ich entschied mich nun für ein Harzer Schnitzel, ein Gericht, das ich bereits früher dort, noch nicht gegessen hatte.

Dieses Mal konnte jedoch dieses Schnitzel mich nicht überzeugen:
Der Käse war nicht richtig zerlaufen, sondern eher fest und wenig appetitlich. Das Schnitzel selbst wirkte platt und trocken, es fehlte an Saftigkeit und Frische, der Teller hatte einen großen „Fettfleck“ unter dem servierten. Insgesamt machte das Gericht einen wenig sorgfältig zubereiteten Eindruck.

Letztlich waren es die Preiselbeeren, nicht die trockene Orongenecke, die dem Essen noch etwas Geschmack und Feuchtigkeit verliehen – ohne sie wäre das Schnitzel tatsächlich staubtrocken gewesen.

Fazit: Große Diskrepanz zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Gerade im Vergleich zu meinen Besuchen in den Jahren 2018 und 2019 fällt die aktuelle Erfahrung deutlich ab. Ein Haus mit dieser schönen Lage nahe dem Rahmersee, kombiniert mit seiner gewachsenen Tradition, sollte eigentlich durch konstante Qualität überzeugen.
Das Potenzial ist zweifellos vorhanden – sowohl durch die Umgebung als auch durch die Geschichte des Hauses. Umso mehr bleibt zu hoffen, dass das Gasthaus wieder an frühere Stärken anknüpfen kann und sowohl in Küche als auch im Service zu seiner alten Form zurückfindet.
Adresse: Oranienburger Chaussee 35, 16348 Wandlitz
Telefon: 033397 21515
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 12.00 Uhr bis 20.00 Uhr
Ruhetag Montag
Bilder und Text: Klaus-Dieter Richter
