Ultental in Südtirol – Eine genussvolle und nachhaltige Entdeckungsreise in eines der ursprünglichsten Täler Europas

Meine Reise ins Ultental begann schon hoch über den Wolken, an Bord von SkyAlps, Südtirols eigener Regionalfluglinie. Von Berlin aus ging es bequem und entspannt direkt nach Bozen. Kein Gedränge, keine anonymen Massen, stattdessen persönlicher Service, kleine Südtiroler Spezialitäten wie frischer Ultentaler Brotsnack, ein freundlicher Gruß, der sofort die Vorfreude auf das Tal weckte. SkyAlps bringt Reisende von mehreren europäischen Städten direkt ins Herz Südtirols, ein erster Schritt zu einer entschleunigten Reise, die man hier noch spürt.

Nur 45 Minuten Fahrt vom Flughafen Bozen entfernt liegt das Ultental, ein verborgenes Juwel inmitten der Südtiroler Alpen. Das Tal erstreckt sich über rund 40 Kilometer von St. Pankraz bis zum malerischen Talschluss bei St. Gertraud. Es ist ein Ort, an dem Zeit langsamer vergeht, an dem die Natur noch in unberührter Schönheit erstrahlt und die Tradition lebendig ist. Für mich ein Ort, an dem man nicht nur Urlaub macht, sondern zur Ruhe kommt, neue Kraft schöpft und echten Südtiroler Geist erlebt.

Ankommen und genießen, meine Unterkunft im Hotel Alpenhof

In St. Walburg angekommen, beziehe ich mein Zimmer im Hotel Alpenhof. Dieses familiär geführte Genießer-Hotel besticht durch seine warme, natürliche Atmosphäre. Viel heimisches Holz, sanfte Farben und die ruhige Lage strahlen sofort Gemütlichkeit aus. Schon beim Eintreten spüre ich: Hier ist man nicht nur Gast, hier ist man willkommen.

Angelika Staffler empfängt mich mit einem freundlichen Lächeln und einem festen Händedruck, der Vertrauen schenkt. Sie führt mich durch das Haus, erzählt nebenbei von den duftenden Zirbenholzmöbeln, die zum Teil aus dem Wald oberhalb von St. Walburg stammen, und fragt dabei interessiert nach meiner Anreise. Kurz darauf kommt auch Roland Staffler hinzu, der gerade mit einem Korb frischer Kräuter aus dem Garten zurückkommt. Seine Hände tragen noch Spuren von Erde, und doch nimmt er sich Zeit für ein paar persönliche Worte – bodenständig, herzlich, ganz ohne Eile.

Die beiden führen das Hotel mit spürbarer Hingabe. Ihre Kinder helfen gelegentlich mit, wenn sie nicht gerade auf der Alm oder beim Studium sind – eine echte Familienangelegenheit, tief verwurzelt im Ultental. Angelika stammt aus einer alten Bergbauernfamilie oberhalb von Proveis, Roland aus dem Weiler Kuppelwies – beide wissen, was es heißt, mit der Natur zu leben, die Jahreszeiten zu respektieren, sich auf das Wesentliche zu besinnen.

Morgens erwartet mich ein Frühstück mit frischem Bauernbrot, hausgemachten Marmeladen, Kräuterquark, einer Vielfalt an regionalem Käse und Eiern vom Bauern nebenan – echte lokale Produkte, die den Tag perfekt beginnen lassen. Angelika erzählt mir, dass der Käse von der Schwägerin kommt, die auf einer Alm im hinteren Tal eine kleine Sennerei betreibt. Die Marmelade hat sie selbst eingekocht, aus Zwetschgen vom eigenen Baum, gleich hinter dem Haus.

Abends genieße ich erneut ein mehrgängiges Menü, das regionale Spezialitäten kreativ interpretiert: hausgemachte Schlutzkrapfen, eine zarte Wildkräutersuppe, rosa gebratener Hirschrücken mit Polenta und zum Abschluss ein fluffiges Mohnmousse mit karamellisierten Apfelringen. Dazu ein Glas Vernatsch, der typische Rotwein Südtirols, oder ein frischer Weißburgunder aus dem Tal: Genuss pur!

Während draußen langsam die Lichter im Dorf ausgehen und der Himmel sich über die Berge legt, bleibe ich noch eine Weile am Fenster meines Zimmers stehen. In der Ferne höre ich das leise Plätschern des Falschauer-Bachs, das Klopfen eines Spechts und sonst – nichts. Ich bin angekommen. Nicht nur im Hotel Alpenhof, sondern in einer anderen Taktung, einer anderen Art zu leben. Und ich freue mich auf das, was die nächsten Tage bringen werden.

Handwerk erleben, die Wollmanufaktur „Bergauf“ in Kuppelwies

Ein ganz besonderer Moment meiner Reise war der Besuch der kleinen, aber beeindruckenden Wollmanufaktur „Bergauf“ in Kuppelwies – einem Ort, an dem man sofort spürt, dass hier nicht nur gearbeitet, sondern mit Herz geschaffen wird. Bereits beim Eintreten in die Werkstatt umgibt mich der sanfte Geruch von Schafwolle und Seife, von Handarbeit und Natur. An den Wänden hängen Wollfäden in allen möglichen Erdtönen, daneben liegen fertige Produkte: Decken, Kissen, Mützen, Westen – alle aus reiner Ultner Schafwolle, warm, robust, ursprünglich.

Die „Pamper“, wie die Ultner liebevoll ihre Schafe nennen, liefern die Wolle für all diese Arbeiten. Sie gehören seit Jahrhunderten zur Kulturlandschaft des Tals, grasen im Sommer auf den Hochalmen und sind ein fester Bestandteil des bäuerlichen Lebens. Früher galt ihre Wolle als wenig wertvoll, wurde kaum genutzt oder billig verkauft. Heute, dank Initiativen wie „Bergauf“, ist sie wieder das, was sie schon immer war: ein wertvoller Rohstoff aus der Region – und eine Quelle für Identität und Stolz.

Was mich besonders berührt: Hinter „Bergauf“ steckt nicht nur das Streben nach handwerklicher Qualität und Nachhaltigkeit, sondern auch eine tiefe soziale Idee. Die Werkstatt ist Teil eines Projekts, das Arbeitsplätze für Menschen mit besonderen Bedürfnissen schafft – behutsam, angepasst an individuelle Fähigkeiten, mit viel Menschlichkeit. Hier bekommt jede und jeder eine Aufgabe, die sie oder er gut bewältigen kann. Es wird nicht gedrängt oder optimiert, sondern gemeinsam gearbeitet – mit gegenseitigem Respekt und einem starken Gemeinschaftsgefühl.

Während ich durch die Räume geführt werde, komme ich mit einer jungen Frau ins Gespräch, die gerade an einem Paar Hausschuhe arbeitet. Ihre Augen leuchten, als sie mir erklärt, wie viele Arbeitsschritte es braucht, bis aus Rohwolle ein fertiger Filzpantoffel wird – vom Waschen über das Kämmen und Färben bis hin zum Filzen, Nähen und Trocknen. „Das hier“, sagt sie und hält einen fertigen Schuh in der Hand, „ist mein Lieblingsmodell. Da weiß ich genau: Das ist zu hundert Prozent aus dem Ultental.“

Ich nehme mir am Ende meines Besuchs ein Paar dieser Pantoffeln mit – warm, weich, mit einer kleinen roten Naht als Erkennungszeichen. Kein typisches Souvenir, sondern ein Stück gelebter Regionalität, voller Geschichte, voller Menschlichkeit.

Dieses Paar Pantoffeln wird mich noch lange an diesen besonderen Ort erinnern – an das leise Summen der Werkstatt, an den Geruch der Wolle, an die Hände, die hier mit Hingabe schaffen, und an ein Projekt, das zeigt, wie viel Gutes entsteht, wenn man regional denkt, nachhaltig handelt und Menschen einfach machen lässt – im besten Sinn des Wortes.

Ein Ort der Erholung, Bad Überwasser

Nur wenige Gehminuten vom Hotel Alpenhof entfernt – über einen schmalen Weg, der sich zwischen Wiesen und alten Obstbäumen hindurchschlängelt – entdecke ich das Bad Überwasser, einen Ort, der sich fast wie ein kleines Zeitfenster anfühlt. Sanft eingebettet zwischen Wald und Fluss liegt dieses ehemalige Bauernbad, umgeben vom leisen Rauschen der Falschauer und dem Duft feuchter Erde, Kräuter und Harz. Es ist ein stiller, fast heiliger Ort, an dem die Zeit langsamer zu vergehen scheint.

Früher kamen die Menschen aus dem Tal hierher, um sich von der heilenden Kraft des Wassers zu stärken – Bauern, Sennerinnen, Holzfäller, erschöpft von der harten Arbeit. Die mineralhaltige Quelle, die hier aus dem Boden tritt, galt als wohltuend bei allerlei Beschwerden: Gelenkschmerzen, Hautproblemen, Verdauungsleiden. Heute, viele Jahrzehnte später, ist diese Quelle immer noch da – und dank der Gastgeber Rita und Veit Comploj hat das Bad seine Bedeutung nicht verloren.

Die beiden stammen selbst aus dem Ultental und haben das historische Gebäude mit viel Feingefühl restauriert. Nichts wirkt hier gekünstelt oder überinszeniert – im Gegenteil. Das alte Holz, die einfachen Möbel, die steinernen Böden und die stillen, lichtdurchfluteten Räume strahlen eine Authentizität aus, die tief berührt. Kein WLAN, kein Fernseher, keine digitale Ablenkung – nur die Gegenwart, das Wasser, der eigene Atem.

Ich lasse meine Füße in das Kneippbecken tauchen, spüre das kalte Quellwasser auf der Haut, höre das rhythmische Tosen des nahen Bachs. Der Kreislauf erwacht, der Kopf wird klar. Im angrenzenden Kräutergarten sammelt Rita gerade frischen Thymian für die Küche. Sie grüßt freundlich, nimmt sich kurz Zeit für ein Gespräch. „Wir wollten keinen Wellness-Tempel“, sagt sie, „sondern einen Ort schaffen, an dem man einfach wieder spürt, was gut tut – dem Körper und dem Geist.“

Und gut tut es wirklich. Auch die kleine Gaststube überrascht mit ehrlicher, regionaler Küche: Eine samtige Kürbissuppe, verfeinert mit würzigem Bergkäse, ein zart geschmortes Rinderragout mit gerösteten Kastanien – herbstlich, nahrhaft, voller Geschmack. Zum Abschluss bekomme ich einen Mohnkrapfen, außen goldbraun und knusprig, innen weich und süß, gefüllt mit dunkler Mohnmasse. Rita erzählt, das Rezept sei von ihrer Großmutter – und sie macht die Krapfen nur, wenn sie Zeit und Muße dafür hat.

Ich sitze noch eine Weile unter der alten Linde vor dem Haus, die Hände um eine warme Tasse Kräutertee gelegt, und spüre, wie dieser Ort etwas in mir beruhigt, das ich vorher gar nicht als Unruhe wahrgenommen hatte. Vielleicht ist es genau das, was das Bad Überwasser heute noch bewirkt: Es erinnert einen daran, wie wenig es braucht, um ganz bei sich zu sein – Wasser, Stille, ein warmes Gericht, ein ehrliches Gespräch.

Das Häusl am Stein, ein Symbol für Standhaftigkeit

Als ich den schmalen Pfad entlangwandere und schließlich der Blick auf das „Häusl am Stein“ frei wird, bleibt mir für einen Moment die Luft weg. Es ist ein stiller, fast ehrfürchtiger Moment. Das kleine, unscheinbare Haus wirkt aus der Ferne beinahe surreal – wie eine Erinnerung aus einer anderen Zeit, eingefroren in der Landschaft. Es sitzt da, trotzig auf dem blanken Felsen, umgeben von grünem Gras und den Spuren der Natur, die sich alles zurückholt – aber eben nicht dieses eine Häusl.

Ich bleibe eine Weile stehen und betrachte es. In seiner Einfachheit liegt eine seltsame Kraft. Kein Prunk, keine Inszenierung – nur Holz, Stein, Geschichte. Ich denke an die Nacht im Jahr 1882, als eine gewaltige Flut das Tal heimsuchte. Ganze Gehöfte wurden damals von den Wassermassen mitgerissen. Doch dieses eine Haus, das auf seinem Felsen ruhte, blieb wie durch ein Wunder verschont.

Es ist nicht groß, es ist nicht luxuriös – und doch ist es eines der bedeutendsten Gebäude des Tals. Vielleicht, weil es sinnbildlich zeigt, wie tief die Wurzeln der Menschen hier reichen. Wie sehr sie gelernt haben, mit der Natur zu leben, nicht gegen sie. In jedem Balken scheint die Entschlossenheit zu stecken, nicht aufzugeben, auch wenn alles um einen herum davon zuschwimmen droht.

Ich gehe noch ein paar Schritte näher heran. Das alte Holz knarzt leicht im Wind, das Dach ist von Moos bewachsen. Ein Fenster steht offen – vielleicht absichtlich, vielleicht vom Wind bewegt. Ich stelle mir vor, wie es einst bewohnt war, wie man hier kochte, schlief, lebte – auf engstem Raum, in ständiger Nähe zur Naturgewalt.

Dieses Bild, dieses Haus auf dem Felsen, werde ich wohl nie vergessen. Es ist mehr als nur ein architektonisches Kuriosum. Es ist ein stiller, aber unübersehbarer Zeuge der Geschichte des Ultentals – und seiner Menschen. Ein Ort, der sagt: Wir bleiben.

Almerlebnis auf dem Unterschweighof – Leben im Rhythmus der Berge

Auf 1.750 Metern Höhe wird der Alltag leiser. Der Wind streicht durch die Wiesen, Kuhglocken setzen sanfte Akzente, und über allem liegt dieser klare, würzige Duft nach Heu, Holz und Bergkräutern. Der Unterschweighof ist kein Ort, den man einfach besucht – man taucht in ihn ein. Vier liebevoll gestaltete, rustikale Ferienwohnungen schmiegen sich an den Hang, mit viel Holz, warmen Farben und einem Blick, der weit über das Ultental hinausreicht. Morgens fällt das erste Licht über die Gipfel, abends versinkt die Sonne glutrot hinter den Bergen – und dazwischen liegt ein Tag, der sich ganz nach Natur anfühlt.

Im kleinen Hofladen stapeln sich regionale Köstlichkeiten: würziger Bergkäse, luftgetrockneter Speck, frische Eier, ofenwarmes Brot und duftende Kräuter. Alles stammt direkt vom Hof oder aus der unmittelbaren Umgebung. Die Familie Berger betreibt hier nachhaltige Landwirtschaft mit echter Überzeugung. Besonders stolz ist man auf das ursprüngliche Braunvieh, robust, genügsam und perfekt an das alpine Gelände angepasst. Wer möchte, darf mithelfen – beim Melken im Stall, beim Füttern der Tiere oder beim Ernten im Kräutergarten. Gerade für Kinder, aber auch für uns Erwachsene, ist das eine wertvolle Erfahrung: Landwirtschaft nicht als romantische Kulisse, sondern als gelebte Verantwortung.

Abends versammeln wir Gäste uns oft vor dem Hof. Im Steinofen backt knusprige Pizza mit frischen Zutaten vom eigenen Grund, dazu gibt es selbstgemachten Holundersaft. Man sitzt zusammen, lacht, tauscht Geschichten aus – und merkt, wie schnell Fremde hier zu Weggefährten werden. Der Sternenhimmel scheint näher als anderswo, und in dieser Höhe wirkt alles klarer, einfacher, ehrlicher.

Schwemmalm – Genuss auf über 2.000 Metern

Mit der Kabinenbahn schwebe ich hinauf zur Schwemmalm. Schon während der Fahrt öffnet sich das Panorama: sanfte Almwiesen, schroffe Gipfel, ein Himmel, der hier oben intensiver blau wirkt. Im Sommer ist die Schwemmalm ein Wanderparadies, im Winter ein familienfreundliches Skigebiet – doch zu jeder Jahreszeit ein Ort, an dem Bewegung und Genuss zusammenfinden.

Im Restaurant „Außer Schwemmalm“ erwartet mich eine besondere Spezialität: Almkäse, direkt vor Ort produziert. Einige Sorten reifen sogar in Holzasche – eine alte Methode, die dem Käse eine intensive, leicht rauchige Note verleiht. Der Geschmack ist kräftig, komplex und unverwechselbar. Dazu bestelle ich einen Alpenspritz, eine erfrischende Mischung aus Kräutersirup, Prosecco und Mineralwasser. Während ich auf der Sonnenterrasse sitze, die Gipfel im Blick und das Glas in der Hand, wird mir bewusst, wie sehr hier oben alles mit der Natur verbunden ist – selbst der Genuss.

Tradition und Geselligkeit im Eggwirt

Zurück im Tal empfängt mich ein Haus, das Geschichte atmet. Der Eggwirt blickt auf mehr als 600 Jahre Tradition zurück. Die holzgetäfelten Stuben erzählen von Generationen von Wirten, von Festen, von langen Winterabenden. Hier schmecken Speckknödel mit Sauerkraut so, wie sie schmecken müssen: herzhaft, ehrlich, sättigend. Oder ein gegrillter Kalbsrücken mit Rosmarinkartoffeln, saftig und aromatisch.

Doch es ist nicht nur das Essen, das diesen Ort besonders macht. Beim traditionellen „Ultner Rumpler“-Kreiselspiel mit dem Wirt wird schnell klar, dass Gastfreundschaft hier kein Konzept, sondern eine Haltung ist. Man spielt, lacht, fachsimpelt – und fühlt sich nach kurzer Zeit nicht mehr wie ein Gast, sondern wie ein Bekannter.

Nur wenige Schritte entfernt liegt die Biobäckerei „Ultner Brot“, eine kleine Institution im Tal. Sobald ich eintrete, umfängt mich der Duft von Sauerteig, frisch gebackenen Laiben und feinem Gebäck. Hier wird nach alten Rezepten gebacken, mit Zeit, mit Geduld und mit besten Bio-Zutaten. Ich entscheide mich für ein typisches Ultner Brot mit Fenchel, Kümmel und Brotklee. Kräftig, würzig, lange haltbar – ein Stück Ultental, das ich mit nach Hause nehme und das noch Tage später nach Bergsommer schmeckt.

Feinschmecker-Hotspot Helener Pichl – Kulinarik mit Weitblick

Hoch über St. Pankraz thront der Berggasthof Helener Pichl, ein Ort für Genießer und Ruhesuchende gleichermaßen. Die Lage allein ist spektakulär: freie Sicht ins Tal, umgeben von Wiesen und Wäldern, mit direktem Zugang zu Wanderwegen. Von hier aus führt ein schöner Weg zum Kirchlein St. Helena und weiter in die umliegende Bergwelt – eine perfekte Kombination aus Bewegung und Belohnung.

In der Küche setzt Michael Laimer auf regionale Produkte und kreative Raffinesse. Ricotta-Gnocchi mit Lauch, gebackene Käseknödel oder ein feines Kräuterrisotto mit Ziegenkäse zeigen, wie vielseitig die Südtiroler Küche sein kann. Zum Abschluss genieße ich ein weißes Schokoladenmousse mit Krapfenblatt – luftig, zart, überraschend. Jeder Gang wirkt durchdacht, aber nicht überladen; bodenständig und zugleich modern.

So wird das Ultental für mich zu einer kulinarischen Entdeckungsreise: vom bäuerlichen Alltag auf der Alm über traditionelle Wirtshauskultur bis hin zur kreativen Bergküche. Es ist diese Mischung aus Ursprünglichkeit, Herzlichkeit und Genuss, die das Tal so besonders macht – und die mich noch lange begleiten wird.

Mit der Kabinenbahn geht es hoch zur Schwemmalm, einem beliebten Wander- und Skigebiet. Dort empfängt mich das Restaurant „Außer Schwemmalm“ mit einer großen Auswahl an Almkäse, der vor Ort produziert und sogar in Holzasche gereift wird – ein intensives Geschmackserlebnis. Dazu gönne ich mir einen Alpenspritz, eine erfrischende Mischung aus Kräutersirup, Prosecco und Mineralwasser.

Tour- Empfehlungen:

  • Der Ultner Höfeweg ist eine rund 17 Kilometer lange Rundtour, die einen tiefen Einblick in die bäuerliche Kultur und Landschaft bietet. Unterwegs laden kleine Kapellen und Gasthöfe zu Pausen ein.
  • Die Wanderung zum Häusl am Stein führt durch lichte Lärchenwälder und bietet spektakuläre Ausblicke.
  • Die Schwemmalm auf über 2000 Metern ist sowohl im Sommer als auch im Winter ein beliebtes Ziel.
  • Anspruchsvoll und besonders schön sind die Touren zu den Bergseen wie dem Schwarzsee und Obersee, wo man inmitten alpiner Natur Ruhe und Kraft tanken kann.
  • Im Winter verwandelt sich das Ultental in ein kleines Skigebiet mit familiärem Charme, ideal für ruhiges Skifahren und Schneeschuhwandern.

Nachhaltiger Tourismus im Ultental

Das Ultental gilt als Vorbildregion für nachhaltigen Tourismus. Die vielen kleinen Bauernhöfe, Manufakturen und Gastgeber arbeiten eng zusammen, um den ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. Wert gelegt wird auf regionale Produkte, kurzen Transportwege und bewussten Umgang mit Ressourcen.

Wer das Tal besucht, unterstützt aktiv eine Kulturlandschaft, die bewahrt wird – für die Menschen, die Tiere und die Natur.

Tourismusverband Ultental – Ihr persönlicher Ansprechpartner

Für alle Fragen rund um die Planung, Aktivitäten, Wanderkarten und Unterkünfte ist der Tourismusverband Ultental die beste Adresse:

Kontakt:
Marktstraße 8, 39016 St. Walburg
Telefon: +39 0473 67 63 34
Webseite: www.ultental.info

Hier bekommt man nicht nur wertvolle Tipps, sondern auch Angebote für geführte Wanderungen, Veranstaltungen und kulinarische Highlights.

Mein Fazit

Das Ultental ist mehr als ein Reiseziel – es ist ein Erlebnis für alle Sinne und ein Ort, der Ruhe, Natur, Kultur und Genuss auf ganz besondere Weise verbindet. Ob auf den Wanderwegen, in den traditionellen Gasthäusern, bei Handwerksbetrieben oder auf den Almen – überall spürt man die Liebe zur Heimat, zur Natur und zu einer nachhaltigen Lebensweise. Ich komme wieder, um noch mehr von diesem wunderbaren Tal zu entdecken – vielleicht im goldenen Herbst, wenn die Lärchen leuchten und der Mohnkrapfen noch besser schmeckt.

Aufenthalt im Ultental mit allen wichtigen Adressen, Wanderkarten, Restaurants und Geheimtipps:

Ultental Südtirol – Kompakte Übersicht für deine Reise

Tourismusverband Ultental

  • Adresse: Marktstraße 8, 39016 St. Walburg (Ultental)
  • Telefon: +39 0473 67 63 34
  • Web: www.ultental.info
  • Leistungen: Wanderkarten, Unterkunftsbuchung, Veranstaltungskalender, geführte Touren, Infos zu Nachhaltigkeit und Regionalität

Wanderrouten im Ultental

  1. Ultner Höfeweg
    • Länge: ca. 17 km
    • Schwierigkeit: Mittel
    • Beschreibung: Rundwanderweg vorbei an traditionellen Höfen, Kapellen, mit Einkehrmöglichkeiten
    • Start/Ziel: St. Pankraz oder St. Walburg
  2. Häusl am Stein Wanderung
    • Länge: ca. 4 km hin und zurück
    • Schwierigkeit: Leicht bis Mittel
    • Beschreibung: Wanderung zum berühmten kleinen Bauernhaus auf einem Felsen, idyllische Landschaft
    • Start: St. Pankraz
  3. Schwemmalm
    • Anfahrt mit Kabinenbahn von Kuppelwies auf ca. 2000 m Höhe
    • Wanderwege unterschiedlich lang, von gemütlich bis anspruchsvoll
    • Restaurant vor Ort mit regionalen Spezialitäten
  4. Schwarzsee und Obersee
    • Länge: ca. 7–10 km (je nach Route)
    • Schwierigkeit: Mittel bis Anspruchsvoll
    • Beschreibung: Bergseen in beeindruckender Kulisse, Alpenflora im Frühling besonders schön
    • Start: Schwemmalm oder St. Gertraud

Kulinarische Empfehlungen

  • Hotel Alpenhof, St. Walburg
    Kreative, regionale Küche mit Fokus auf frischen Produkten aus dem Tal
    Adresse: St. Walburg 16, Tel. +39 0473 67 61 27
  • See-Rast am Zoggler Stausee
    Gemütliches Café mit Apfelstrudel und Seeblick
    Adresse: Zoggler Stausee, St. Walburg
  • Restaurant Außer Schwemmalm
    Bekannt für Almkäse, Alpenspritz und Bergkulinarik
    Adresse: Schwemmalm, Tel. +39 0473 67 60 35
  • Eggwirt, St. Walburg
    Traditionelle Südtiroler Küche in historischem Gasthaus
    Adresse: St. Walburg 29, Tel. +39 0473 67 61 21
  • Bäckerei Ultner Brot, St. Walburg
    Biobäckerei mit regionalem Sauerteigbrot und Gebäck
    Adresse: Marktstraße 10, St. Walburg
  • Berggasthof Helener Pichl, St. Pankraz
    Gourmetküche mit regionalen Zutaten auf 1400 m Höhe
    Adresse: St. Pankraz 6, Tel. +39 0473 67 62 00

Übernachten

  • Hotel Alpenhof (siehe oben) – Genießerhotel mit familiärem Flair
  • Hotel Victoria, St. Walburg – Familienfreundlich, naturnah
  • Ferienwohnungen Unterschweighof – Authentisches Almfeeling auf 1750 m mit Hofladen
  • Bad Überwasser – Historisches Bauernbad mit Wellness und regionaler Küche

Handwerk & Kultur

  • Wollmanufaktur Bergauf, Kuppelwies
    Nachhaltige Wollprodukte aus heimischer Schafswolle
    Adresse: Kuppelwies 4, Tel. +39 0473 67 63 80
  • Häusl am Stein, St. Pankraz
    Historisches Bauernhaus auf Felsen – Wahrzeichen des Tales

Aktivitäten & Besonderheiten

  • Geführte Kräuterwanderungen (Kontakt über Tourismusverband)
  • Mountainbiken auf verschiedenen Trails
  • Schwimmen und Entspannen am Zoggler Stausee
  • Winter: Ski- und Schneeschuhtouren auf der Schwemmalm und im Tal
  • Traditionelle Feste und Veranstaltungen (Termine beim Tourismusverband)

Galerie:

Unterschweighof #Ultental #Südtirol #Almerlebnis #Bergsommer #Schwemmalm #HelenerPichl #Eggwirt #UltnerBrot #Genussmomente #RegionalGenießen #Bergliebe #UrlaubInDenBergen #Alpenidylle #NachhaltigReisen #KulinarikInDenAlpen

Teile diesen Beitrag