Testbericht Nicko Cruises 2020

Eine besondere Empfehlung ist die Flusskreuzfahrt von Passau nach Budapest und wieder zurück mit sechs Tagen an Bord! Möchte man den Süden Ungarns kennenlernen, dann ist die 8-tägige Fahrt bis nach Mohács eine gute Wahl.
Flusskreuzfahrten auf der Donau sind seit dem 22.Juni 2020, unter Beachtung der Hygienemaßnahmen, wieder möglich!
Berichterstatter Klaus-Dieter Richter nahm an der ersten Fahrt auf der Donau teil.
Die Anreise ab Berlin mit der Deutschen Bahn bis Passau war sehr entspannend und sogar fahrplanmäßig bei einer Fahrzeit von 5.30 Std. Am Bahnhof in Passau wurden die Nicko Cruises Passagiere in Empfang genommen.

Wegen der Corona- Beschränkungen durften wir in Passau nicht einsteigen, sondern wurden mit dem Bus nach Engelhartszell (Österreich) gefahren, dort lag die “MS Belvedere” in voller Pracht, um die Passagiere an Bord zu nehmen. Bevor es auf das Schiff ging, wurden eine Temperaturmessung und ein Corona-Bluttest durchgeführt.

Ich ging nachdem Check-in in meine gemütliche 15 m² große Kabine mit französischem Balkon, dass zuhause für die nächsten acht Tage. Alle Mitreisenden erhielten später im Salon vom Kreuzfahrtleiter Reinhard Wimmer die relevanten Sicherheitseinweisungen und Bordinformationen.

Pünktlich um 18.00 Uhr hieß es dann: „Leinen los“ und wir fuhren talwärts in Richtung der ersten Station, der österreichischen Landeshauptstadt Wien.

Mein knurrender Magen wurde anschließend im Bordrestaurant bei einem guten vier Gänge Menü (täglich) am sechs Personentisch gestillt. Als Hauptgang wählte ich übrigens zarte geschmorte Rinderbacken auf Rotweinsauce, welche vorzüglich schmeckte.

Das Schiff fuhr bis zum nächsten Tag auf der fast 280 Kilometer langen Strecke nach Wien durch acht Schleusen. Wir passierten unter anderem die Schlögener Schlinge und fuhren vorbei an Linz, bevor es an diesem Tag dunkel wurde.

2. Tag (23. Juni)
Das Aufstehen fällt schwer, wenn man so gut in diesem gemütlichen Bett geschlafen hat aber wer früh aufsteht, erlebt die Donau, wenn sie aus ihrem Schlaf erwacht und „Wien ruft“ sowieso!

Auf zum reichhaltigen Frühstücksbüffet (täglich) und darauf folgenden Reise- und Ausflugsinformationen vom Nicko Cruises Kreuzfahrtleiter.

Die MS „Belvedere“ legte planmäßig um 11.30 Uhr in Wien-Nussdorf an. Gemütlich vom Sonnendeck aus lässt sich das Anlegemanöver gut verfolgen.

Unsere 3 ½ stündige, organisierte Besichtigungstour durch die Landeshauptstadt Wien begann um 14 Uhr. Im Bus geht es vorbei am Hundertwasserhaus, den Prachtbauten wie der Oper, die Hofburg, dem Rathaus, Riesenrad, der spanischen Hofreitschule, dem Stephansdom und unzähligen anderen Sehenswürdigkeiten.

Nach der Rückkehr auf die MS Belvedere und dem obligatorischen abendlichem 4 Gänge Menü, lasse ich den Tag bei einem Gläschen Wein (oder waren es eins mehr?) Auf dem Sonnendeck gemütlich ausklingen. Einen „Absacker“ gönnte ich mir aber noch im Salon bei angenehmer musikalischer Unterhaltung des Bordmusikers.

3. Tag (24. Juni)
Wer wollte, konnte ab 9 Uhr zum „Schloss Schönbrunn“ einen 3 ½ stündigen Ausflug unternehmen, ich entschied mich jedoch, Wien auf „eigene Faust“ zu erkunden.

Unweit vom Anleger entfernt fährt die Straßenbahn in die Wiener Innenstadt. Eine 24 Stundenkarte für die Kernzone des ÖBB kostet übrigens 8,00 € und ist gültig für Fahrten mit der Straßenbahn, dem Bus oder der U-Bahn.

Mich zieht es zum Naschmarkt, dem berühmtesten Markt Wiens. Er ist ein großer Basar und bietet einen Mix aus „wienerischen“ aber auch internationalen Spezialitäten, sowie einem breiten gastronomischen Angebot! Nun war aber auch klar, dass Mittagessen an Bord fällt heute aus!

Zu Fuß ging es nun zum Hotel Sacher und einem Stop in dessen Café, denn hier probierte ich die berühmte Sacher Torte. Weiter ging der Spaziergang durch die Kärntner Straße vorbei an eleganten, gehobenen Geschäften um im abseits gelegenen Künstlercafé „Hawelka“ in der Dorotheergasse eine Pause einzulegen. Diese Empfehlung eines Mitreisenden hatte sich gelohnt, denn die frischen Buchteln und der Café Melange waren vorzüglich.

Nach siieben Stunden im Wiener 1.Bezirk, ging es wieder zurück an Bord, um das Abendessen im Restaurant zu genießen. Nach dem gebratenen Wallerfilet gab es als Dessert einen leckeren Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster. Dieses war nun schon die Dritte Süßspeise an diesem Tag aber man „gönnt sich ja sonst nichts!“. Außerdem, wenn man mal in Wien ist, dann gibt es Spezialitäten, an denen man nicht vorbei kommt.
Wien ist eine tolle Stadt und bleibt mir „Zuckersüß“ in Erinnerung!

Eine geführte Tour mit dem Bus zum „Heurigen“ bei Akkordeonmusik, Wein und Brotaufsrtich musste aber noch sein.
Um 23 Uhr verließ die MS „Belvedere“ Wien und fuhr weiter in Richtung Esztergom.

4. Tag (25. Juni)
In der Nacht passierte das Schiff Bratislava. Bald ist dann der Fluss die Grenze bis kurz nach Esztergom zwischen der Slowakei und Ungarn.

Bei der mittäglichen Ankunft in Esztergom spielte an Land eine Zigeunerband auf und die Bürgermeisterin begrüßte uns freundlich. Nicko Cruises legte nämlich mit der MS Belvedere als erstes Schiff nach der langen Corona- Zeit, an diesem Ort wieder an.

Esztergom ist eine der ältesten Städte Ungarns. Vom 10. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts war sie die Hauptstadt des Königreichs Ungarn. Die Basilika thront weit sichtbar auf dem Burgberg und ist eine der größten Kirchenbauten Europas. Die organisierte Besichtigung dauerte fast zwei Stunden und wir fuhren mit einer kleinen Bahn den Berg hoch. Die Basilika sollte man unbedingt besuchen, denn es ist ein imposantes Bauwerk.

Zur Kaffeezeit legte unser Schiff ab und fuhr weiter nach Budapest. Die Ankunft in der ungarischen Hauptstadt war gegen 19.30 Uhr und vom Sonnendeck aus gab es einen fantastischen Blick auf die Kulisse von Budapest.

Heute wurde als Nachtisch ein traditioneller Palatschinken serviert. Diesen konnte selbstverständlich nur der der ungarische Küchenchef zubereiten!

Wem der erlebnisreiche Tag noch nicht reichte, der machte den dreistündigen Ausflug „Budapest bei Nacht“ mit. Es gab Folklore und „mal wieder“ etwas zum Essen, nämlich eine ungarische Gulaschsuppe.

5. Tag (26. Juni)
Heute wurde zeitiger gefrühstückt, denn die Stadtrundfahrt durch Buda und Pest begann schon um 8.30 Uhr.
Wir fuhren durch die Prachtstraße „Andrassy“ mit ihren Wohnpalästen vorbei an der ungarischen Staatsoper, an Museen und exklusiven Geschäften. Über die Donau ging es vorbei an der Margaretheninsel auf den Burgberg. Dort erwartet einem nach historischem Spaziergang ein herrlicher Blick über die Donaumetropole. Weiter fuhr der Bus auf den Gellertberg und es ging nach über drei Stunden über die Kettenbrücke zurück zum Schiff.

Wer nach dem Mittagessen noch Lust und Laune hatte, dem wurde von Nicko Cruises noch zwei weitere Ausflüge ab 14 Uhr angeboten. Einer führte per Bus in die Puszta und der andere lautete: „Budapest zu Fuß“. Nach den drei Stunden zu Fuß durch die Stadt wurden die Kalorien vom guten Essen, ordentlich wieder abgelaufen.

Ein Besuch der nahe gelegenen Markthalle lohnt sich genauso wie der Besuch eines der vielen Thermalbäder besonders dem Gellert-Bad oder auch ein Einkaufsbummel über die Flaniermeile Vaci utca.

Gegen 21 Uhr verließ die MS „Belvedere“ Budapest in Richtung Bratislava aber nicht ohne gemütlich durch das herrlich beleuchtete Budapest flussaufwärts zu „schippern“. Ein Anblick, den man nicht so schnell vergisst und erlebt haben muss!

6.Tag (27. Juni)
Nach einem ausgiebigen Frühstück heißt es nun für mich, gehe auf das Sonnendeck und genieße die Flusslandschaft. Vor dem drei Gänge Mittagsmenü erreichten wir die große Schleuse „Gabcikovo“. Hier wird ein Höhenunterschied von ungefähr 20 Meter überwunden, ein imposantes Schauspiel!
Gegen Mittag legt das Schiff in Bratislava, der slowakischen Hauptstadt von vielen auch Pressburg genannt, an. Es folgte eine drei stündige Stadtrundfahrt und ein Stadtrundgang. Wobei das Wort Stadtrundfahrt etwas übertrieben ist, denn ein kleines Bähnle für hoch zur Burg und wieder runter, danach ging es zu Fuß weiter.

Bratislava ist „Klein aber Fein“ und bietet auf wenigen Kilometern geschmackvoll restaurierte Architektur. Von der Burg aus schweift der Blick über die Donau bis nach Österreich. In der Altstadt befinden sich viele historische Sehenswürdigkeiten unter anderem das Palais Grassakovich, welches die Residenz des Präsidenten ist. Neben dem Michaelertor befindet steht das schmalste Haus Europas mit einer Breite von nur 130 cm. Kaffehäuser und Restaurants säumen die Altstadtwege aber auch Figuren wie „Napoleon“ oder der „Gulli-Mann“.

Gegen 18 Uhr verlassen wir die slowakische Hauptstadt und die Fahrt geht weiter flussaufwärts in Richtung Melk.
Am Abend lud der Kapitän, die Hotelmanagerin und der Nicko Cruises Kreuzfahrtleiter zum Abschiedssekt und einem 6 Gänge Gala-Abendessen ein. Die Küche hat sich mal wieder große Mühe gegeben und alle „Register“ gezogen.

Wehmut befällt uns am Tisch aber wir haben noch am nächsten Tag einen weiteren Landgang in Melk.

7. Tag (28. Juni)
Heute sichert ein frühes Frühstück den besten Blick auf eines der schönsten Donau-Täler, die Wachau. Unsere Fahrt führt vorbei an Weinbergen und den bekannten Orten Krems, Dürnstein, Weissenkirchen, Spitz bis nach Melk.

Der Besuch des kleinen touristisch geprägten Ortes und dem Stift auf dem Berg bildeten einen würdevollen Abschluss einer erlebnisreichen Donaukreuzfahrt!

Um 16 Uhr legt für uns das Schiff ein letztes Mal ab, um zu unserem Ausschiffungs- Anleger zu gelangen.

Das gemütliche Beisammensein im Salon beendet den Abend mit etwas Wehmut aber der einsetzende Regen sagte uns, wir hatten traumhaftes Wetter und eine wundervolle Fahrt auf der Donau mit MS „Belvedere“ und Nicko Cruises!

8. und auch letzter Tag
Nach dem Frühstück hieß es für die Kreuzfahrtgäste: „Wir gehen von Bord“! Der eigentliche Start- und Endpunkt Passau durfte immer noch nicht angefahren werden.

Ein Shuttle- Transfer zum Bahnhof und zum Parkhaus in Passau wurde ab Engelhartszell organisiert. Dieser verlief reibungslos und jeder kam rechtzeitig zu dem Punkt, wo er hin wollte!
Wenn da nicht die Deutsche Bahn gewesen wäre! Mein Zug hatte 35 Minuten Verspätung und somit war der Anschlusszug in Nürnberg unerreichbar. 1 Stunde musste ich am Bahnhof warten, um mit reichlich Verzögerung in Berlin- Spandau anzukommen.

Das Schiff kam immer vor der eigentlichen Zeit an! Vielleicht sollte ich mal lieber mit Nicko Cruises nach Berlin fahren anstatt mit der Bahn.

nicko cruises – ist Spezialist für Fluss- und Seekreuzfahrten in Europa, Ägypten und Asien
Weitere Informationen finden Sie unter https://www.nicko-cruises.de

http://tourism-insider.com/2020/08/testbericht-nicko-cruises-flusskreuzfahrten-mit-nicko-cruises-jetzt-wieder-moglich/

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